Der Monat August ist beim europäischen Aerospace-Konzern Airbus in Bezug auf die Auslieferungen traditionell ein schwacher Monat, da in Europa Sommerferien sind. Airbus hat im vergangenen Monat entsprechend auch nur 57 neue Verkehrsflugzeuge an 31 Kunden ausgeliefert, darunter 53 Single-Aisle-Jets der A200- und A320neo-Familien sowie vier Großraumflugzeuge der A330- und A350-Familien.
Heruntergebrochen auf die einzelnen Muster lieferte Airbus im August 2026 aus: 10 A220-300, 1 A319neo, 16 A320neo, 26 A321neo, 1 A330-900 sowie 3 A350-900. Der Airbus A321neo mit seinen Langstreckenversionen A321LR und A321XLR war auch im August 2026 das am häufigsten ausgelieferte Muster.
Die Zahl der im August neu fest bestellten Flugzeuge lag mit 67 Einheiten erneut über der Zahl der Auslieferungen und vergrößerte damit den Auftragsbestand weiter. Er lag am 31. August 2026 bei 26.601 Flugzeugen, von denen bereits 17.233 ausgeliefert sind. Damit stehen noch 9.368 abzuarbeitende Bestellungen im Auftragsbuch des Herstellers. Bemerkenswert ist der Auftrag eines ungenannten Kunden über acht A350F-Frachtflugzeuge. Dadurch stieg der Bestellbestand für den neuen Frachter auf 117 Flugzeuge. Airbus will den Prototyp der A350F in diesem Monat in die Luft bringen.
Ebenfalls bemerkenswert ist, dass die Zahl der Bestellungen für die A220-300, die größere der beiden A220-Versionen, im August auf 1.002 Aufträge stieg. Zusammen mit den Aufträgen für die kleinere A220-100 liegen dem Hersteller nun feste Bestellungen für 1.110 A220 vor.
Airbus strebt für das Gesamtjahr 2026 rund 870 Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen sowie ein Ergebnis von etwa 7,5 Milliarden Euro an. Um die angestrebte Zahl bei den Auslieferungen zu erreichen, muss der Konzern in den nächsten vier Monaten noch 395 Flugzeuge ausliefern. Dies ist ein ambitioniertes Ziel.
Volker K. Thomalla
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